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Was ist hochinteraktives elektronisches Lernen?

Das Wesentliche ist nicht der Computer, sondern die sehr hohe Interaktivität. Mit ihr wird eine Lernqualität erreicht, die herkömmlichen Methoden weit überlegen ist. Der Lernende interagiert mit einem Lernprogramm, wobei er jederzeit Unterstützung durch einen ständig präsenten Mentor erhalten kann. Der Computer des Mentors ist mit dem des Lernenden verbunden. Das ermöglicht dem Mentor eine präzise und umfassende Beobachung und Einschätzung des Lernvorgangs. So kann er den Lernenden sehr wirkungsvoll unterstützen.

Hochinteraktive elektronische Lernprogramme stellen den Stoff in sehr kleinen Lerneinheiten dar. Diese Lerneinheiten sind kurze Definitionen, Erklärungen und Beispiele. Sie sind nach didaktischen Grundsätzen durchdacht und präzise ausformuliert. Anhand der laufenden Erfahrungen können sie ständig weiter optimiert werden.

Beim Lernen werden diese Lerneinheiten kontinuierlich miteinander verglichen und ihre Zusammenhänge erkannt. Das führt zum Verstehen des übergeordneten Konzepts. Indem man aus den Lerneinheiten auf Grundsätze schliesst und diese dann auf spezielle Probleme anwendet, schult man sowohl das induktive als auch das deduktive Denken.

Zu den Lerneinheiten gehören Aufgaben in drei Schwierigkeitsstufen. Wer sich nur einen Überblick verschaffen will, befasst sich überwiegend mit den einfachen Aufgaben. Wer den Stoff detaillierter verstehen will, bearbeitet Aufgaben mit höherem Schwierigkeitsgrad. Jeder Lernende kommt mit der ihm eigenen Geschwindigkeit voran, indem er den ihm angemessenen Schwierigkeitsgrad wählt. So bleibt sein Interesse am Lernvorgang ständig erhalten. Ebenso
wie die anderen Lerneinheiten ergänzen einander auch die Aufgaben, was ihren didaktischen Wert zusätzlich erhöht.

Ein bestimmter Aufgabentyp simuliert einen Dialog zwischen dem Lernenden und dem Lernprogramm. Dabei gibt der Lernende zunächst eine individuelle Antwort auf eine Frage. Dann bietet das Programm verschiedene vorgegebene Antwortvorschläge an. Der Lernende setzt sich mit diesen Antworten auseinander und vergleicht sie mit seiner. Dadurch wird er intensiv in den Stoff der Lerneinheit hineingeführt, was die Nachhaltigkeit des Lernens enorm steigert. Die Fragen sind so angelegt, dass sie dem Lernenden erlauben, auch ungewöhnliche Konzepte zu untersuchen. Das regt ihn zu kritischem, weitsichtigem Denken an und hilft ihm, Zusammenhänge zwischen den Lerneinheiten zu finden und so die Übersicht zu gewinnen.

Beim hochinteraktiven elektronischen Lernen vertieft man sich so, dass man oft die Zeit vergisst und nicht mehr aufhören möchte. Erfahrungsgemäss erinnern sich dann Lernende sehr gerne an die so verbrachte Zeit.

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